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Zahnarztpraxis am Stadttor

Juli 2015 – Sie knirschen mit den Zähnen?

Ein Grund für nächtliches Zähneknirschen ist Stress, den wir im Alltag „hinunterschlucken“ und dann förmlich mit ins Bett nehmen. Im Schlaf wird der psychische Druck unbewusst an die Kaumuskeln weitergegeben. Manchmal sind die Auslöser für das Knirschen aber auch im Mund selbst zu finden: zum Beispiel störende Zahnkontakte durch nicht (mehr) exakt passender Zahnersatz.

Folgen des Knirschens

Der Druck, der beim Knirschen oder auch Pressen auf unser Kausystem (Zähne, Kiefer, Kaumuskeln und Kiefergelenke) wirkt, ist oft wesentlich größer als beim normalen Kauen unserer Nahrung. Die möglichen Folgen dieser erhöhten Belastung sind neben morgendlichen Muskel- und Kiefergelenkschmerzen, -knacken und Reibegeräuschen vor allem Schäden an Zahnhalteapparat und Zähnen (übermäßiger Zahnabrieb, Risse im Zahnschmelz u.v.m.).

Darüber hinaus zählt Zähneknirschen zu den häufigsten Ursachen der sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD). Die möglichen Symptome dieser Funktionsstörung sind vielfältig und reichen von Gesichts- und Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Tinnitus, Schulter-, Nacken- und Rückenproblemen. Der Grund für diesen Zusammenhang: Unser Kausystem ist durch nervliche und muskuläre Verbindungen mit Kopf- und Halsmuskeln und dem gesamten Bewegungsapparat verbunden.

Behandlungsmöglichkeiten

Abhilfe kann zunächst eine Knirscherschiene aus Kunststoff schaffen. Sie schützt die Zähne vor Abrieb und entspannt Kaumuskulatur sowie Kiefergelenke. Ergänzend können Muskellockerungs- und -entspannungsübungen helfen. Ist eine psychische Anspannung die Ursache des Knirschens, gilt es herauszufinden, wie Sie dieser Anspannung entgegenwirken können.

Für die gezielte zahnärztliche Behandlung von Beschwerden innerhalb und außerhalb des Kausystems ist eine genauere Untersuchung erforderlich. Die nachfolgende Behandlung hängt von der individuellen Diagnose ab und kann mit bestimmten Zahnschienen erfolgen. Oft ist neben der zahnärztlichen Behandlung eine Kombinationsbehandlung in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten oder Physiotherapeuten erforderlich.

 

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